Ja es gibt dazu mehrere Möglichkeiten. Aber man benötigt dazu entweder Hilfsmittel wie besondere rot/grün Brillen oder man muss eine besondere Technik des Sehens lernen. Und das geht erstaunlicher Weise.
Wir sehen bekanntlich mit beiden Augen etwas verschiedene Bilder, die erst sich im Gehirn im Sehzentrum zu einem räumlichen Bild zusammensetzen. Die Augen sehen gewissermaßen von beiden Seiten um das Objekt herum und dabei erscheinen die Seitenflächen in einem etwas anderen Winkel. Trainieren wir einmal die Technik des räumlichen Sehens!
Über den beiden Teilbildern ist jeweils ein Punkt zu sehen. Wir fixieren mit dem linken Auge den linken Punkt und mit dem rechten Auge den rechten Punkt in gleicher Höhe mit dem Bild und nähern uns mit dem Gesicht dem Bildschirm. Klar, das Bild wird dabei unscharf. Wir sehen aber stur geradeaus, so als ob wir in weite Ferne blicken und achten weiter auf die Punkte. Wir bewegen unser Gesicht weiter |
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zurück, ohne die Augenstellung zu verändern, bis die 4 Punkte zu drei Punkten verschmolzen sind. Jetzt haben wir auch drei Teilbilder im Blick. Dabei ist das mittlere Bild zwar noch unscharf, aber räumlich. Wir entfernen das Gesicht noch etwas vom Bildschirm. Die Bildschärfe stellt sich meistens von ganz allein ein. Lasst euch nicht von der eingesperrten Fliege verwirren! |
Und jetzt gibt es etwas zum Üben! Bei jedem der Bilder kann man etwas über die »räumlichen Beziehungen« lernen, z.B. Pythagoras und so! Fragt euren Mathelehrer dazu!
Für die Anpassung der Augen ist es übrigens günstig, wenn man die Bildreihen von oben nach unten durchwandert.
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Man kann solche Bilder übrigens auch selbst mit Bleistift und Papier zeichnen. Hier findet ihr eine Anleitung:
Stereogramme von Jürgen Köller
Die Bilder oben wurden mit einen CAD- Programm hergestellt.
Funktioniert dies auch mit Fotos?
Das Stereobild ist ein Zwei-Farben-Bild, das mit einer Brille betrachtet wird, deren rechtes bzw. linkes Glas jeweils eine der Farben herausfiltert. Das linke Auge bekommt nur die für dieses Auge gedachte Information, das rechte Auge entsprechend die anderen Teilinformationen. Im Wahrnehmungszentrum werden beide Teilbilder zum Raumbild zusammengesetzt. In der Praxis verwendet man gern die Farben rot, grün, blau bzw. blaugrün (cyan). Die Farben des Bildes und die Filterwirkung der Brillen müssen auf einander abgstimmt sein.
Diese Technik, der »Anaglyphen«- Bilder ist recht alt und es wurden auch schon ganze Filme darin gedreht. Sie hat den Vorteil, dass solche Raum- Bilder gedruckt werden können. In manchen wissenschaftlichen Chemiebüchern findet man komplizierte Moeküldarstellungen in dieser Technik dargestellt.
Hier sind zwei Beispiele für solche Darstellungen aus unserer Schul- Homepage:
Grafit und Diamant
Gitterschwingungen
Die Brillen zur Betrachtung können ausgeliegen werden.
Vor einigen Jahren hat man ein Verfahren entwickelt, mit dessen Hilfe man auch Farbfotografien in dieser Weise aufarbeiten kann. Dazu hier ein Beispiel. Leider wirken die Farben dieser Bilder etwas verwaschen. Wer solche Rot-Grün-Fotos selbst herstellen möchte, kann sich dazu ein Freeware- Programm geben lassen.